Eisenbahnbrücke

Besichtigung am 22.10.2010
Eröffnung der Brücke am 28. Juni 2010



466 m lang, 3800 Tonnen schwer

Bauwerkshöhe: 10.18 m,
Breite: 8.40 m,
lichte Höhe für Schiffe: 8 m


Kosten Gesamtprojekt: 47 Mio Euro
CSU-Ortsvorsitzender und dritter Bürgermeister Dr. Christian Moser begrüßte die Besucher und freute sich über das rege Interesse an diesem neuen Deggendorfer Bauwerk.

Der Brückenbauchef Hans Jungbeck von der bauausführenden Firma Streicher ließ es sich nicht nehmen den zahlreichen Interessierten den Bauvorgang ausführlich und anschaulich zu erläutern.
Als kompetenter Mann vor Ort war er natürlich der ideale Ansprechpartenr für viele Fragen.
Die Deggendorfer Eisenbahnbrücke ist die erste derartig lange Brücke in Deutschland, bei der ein "Steuerstab" dafür sorgt, dass die Horizontalkräfte, die beim Bremsen oder Beschleunigen der Züge entstehen, auf zwei Pfeiler verteilt werden.
Bei diesem Stab handelt es sich um ein dickwandiges, 106 Meter langes Stahlrohr zwischen Pfeiler 2 und 3. Bislang wurden solche Steuerstäbe nur bei kürzeren Bauwerken verwendet.
Die alte Brücke wurde vor 130 Jahren gebaut und war seit langem dem Rostfraß ausgeliefert. Mit nur 3,80 Meter Durchfahrtshöhe bei Hochwasser, war dies stets ein Problem für die Schiffe.

Da die Trasse einst die Hauptverbindung nach Tschechien werden sollte, waren ursprünglich sogar zwei Gleise geplant – darum sind die alten Pfeiler doppelt so breit wie die neuen Pfeiler.

An ihrer Stelle soll nun bald eine neue Fußgänger- und Radfahrerbrücke entstehen.
Der Neubau war u. a. auch nötig geworden, da die Züge der Waldbahn bisher nur im Schneckentempo die zwei Kilometer lange Strecke von Fischerdorf bis zum jenseitigen Ufer zurücklegen konnten.

Inzwischen sind jedoch alle Brücken in diesem Bereich erneuert worden, so dass die Waldbahn die lang ersehnte freie Fahrt hat.




... aber auch die alte Brücke hatte sich schon bemüht einen Beitrag zur Begrünung Deggendorfs zu leisten ...

... bei der damaligen Geschwindigkeit der Waldbahn wäre vielleicht sogar Blumen pflücken möglich gewesen ...
  Fotos: Edgar Sauerer