Rente
Rechtzeitig fürs Alter vorsorgen
Artikel PNP
Zum Thema Rente informierte auf Einladung von CSA, CSU und Frauenunion im „Haus der Diakonie am Bogenbach“ der Kreisgeschäftsführer des VdK Regen/Viechtach, Helmut Plenk.
Anschaulich erläuterte der Referent, dass es nicht nur „eine“ Rente, sondern von der Regelrente bis zur Altersrente für Schwerbehinderte 12 Rentenarten gibt.
Das Publikum staunte, als der VdKler vorrechnete, dass jemand 30 Prozent weniger Rente erhält, der vorzeitig in den Ruhestand geht. Werden innerhalb von fünf Jahren vor Eintritt eines Versicherungsfalls keine drei Jahre Pflichtbeiträge bezahlt, erhalte der Betroffene keine Rente.
Opfer dieser Regelung seien oft Handwerker, die aus einem unselbstständigen Arbeitsverhältnis in die Selbstständigkeit wechseln und keine weiteren Beiträge in die gesetzlichen Rentenversicherung abführen. Um das zu verhindern forderte Plenk auch 400-Euro- Jobber auf, den Arbeitgeber zu verpflichten zusätzlich 15 Prozent des Gehalts an die Rentenversicherung abzuführen und die verbliebenen 4,9 Prozent zum vollen Beitragssatz von 19,9 Prozent aus der eigenen Tasche zu zahlen. „Für 20 Euro ist der Geringverdiener dann rentenversichert“.
Außerdem genießen beispielsweise auch pflegende Angehörige bei Pflegestufe 3 und einer Pflegeleistung von über 14 Stunden wöchentlich den Anspruch bezahlter Rentenversicherungsbeiträge durch die Pflegeversicherung. Rentner, die vor dem 65. Lebensjahr in den Ruhestand gehen, mahnte Plenk, die Grenzen für den Dazuverdienst genau zu beachten: maximal 5600 Euro im Jahr, aufgeteilt in zehn Monate zu jeweils 400 Euro brutto und zwei Monate zu jeweils 800 Euro. Kommt der Rentner über diesen Betrag, wird das zusätzliche Einkommen steuer- und sozialversicherungspflichtig. Christian Moser, CSU-Ortsvorsitzender, verwies auf die dringende Notwendigkeit für die jüngere Generation, über die eigene Altersvorsorge nicht nur zu diskutieren sondern auch eigene Schritte einzuleiten, um einer Altersarmut vorzubeugen.
Bezirksräten Margret Tuchen warnte, dass sich der Sozialstaat aufgrund der negativen demografischen Entwicklung durch die steigende Lebenserwartung und den fehlenden Nachwuchs in einem dramatischen Wandel befinde, bei dem vor allem Frauen in der Rente auf der Strecke bleiben könnten.
CSA-Vorsitzender Oliver Antretter als Veranstalter beklagte, dass es die derzeitige Armut in Deutschland vielen Menschen nicht mehr erlaube, privat selbst für die Rente vorzusorgen.




